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Über ÖKO-TESTÜber ÖKO-TEST

ÖKO-TEST-Magazin
Selbstdarstellung

Leser des ÖKO-TEST-Magazins dürfen weiterhin Bratwurst, Sauerkraut und Gummibärchen essen. Denn das ÖKO-TEST-Magazin ist kein neuer Miesmacher auf dem Markt, heißt es schon im Editorial der ersten Ausgabe. Dem ist ÖKO-TEST immer treu geblieben: Richtig gut leben lauten das Motto und der Untertitel des Heftes heute.

Um seinen Leserinnen und Lesern das zu ermöglichen, untersucht ÖKO-TEST alles, was man zum Leben braucht. Kosmetik und Babynahrung, Waschmittel und Wandfarben, Schmerzmittel und Laptops, Pommes frites und Rasenmäher. Dazu Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Aktien und Altersvorsorge.

In jeder Ausgabe finden sich bis zu zwölf verschiedene Tests mit insgesamt mehr als 200 Produkten. Insgesamt hat ÖKO-TEST in den 25 Jahren seines Bestehens weit mehr als 100.000 Produkte untersuchen lassen. An oberster Stelle steht dabei die Frage nach den gesundheitlichen Risiken. Immer wieder konnte ÖKO-TEST auf Probleme aufmerksam machen. So waren es 1986 Pestizide in Babycremes, 1994 Spritzgifte in Babynahrung, 2002 das verbotene Antibiotikum Chloramphenicol in Shrimps, 2008 verbotene Weichmacher und krebserregende Azo-Farben in Spielzeug. Ob es um Dioxin in Deorollern geht, um Faltencremes, die Falten machen oder um Schnupfenmittel, die selbst Dauerschnupfen hervorrufen: Wenn ÖKO-TEST seine Ergebnisse veröffentlicht, müssen die Hersteller ihre Produkte verbessern. Denn viele Verbraucher lassen dann schlechte Produkte im Regal stehen und setzen damit die Produzenten unter Druck.

Immer wieder wird ÖKO-TEST von Herstellern verklagt und oft auch zunächst per einstweiliger Verfügung verurteilt, bestimmte Testergebnisse nicht mehr zu veröffentlichen. Doch von den weit über 100 Prozessen um Testergebnisse hat ÖKO-TEST nur einen einzigen verloren - 1988 in seiner Anfangszeit. Der Grund sind die hohen Qualitätsstandards, die ÖKO-TEST an seine Untersuchungen anlegt. So hat das Landgericht Offenburg im Prozess um ein Antibiotikum in Shrimps bestätigt, dass die von ÖKO-TEST "angewandte Messmethode die nach dem momentanen Stand der Technik aufwendigste und modernste Messmethode überhaupt ist".

Neben der Frage der gesundheitlichen Risiken untersucht ÖKO-TEST selbstverständlich auch den Nutzen von Produkten und Dienstleistungen. Bei Autokindersitzen etwa ließ ÖKO-TEST weltweit erstmalig die Schutzwirkung beim Seitenaufprall prüfen. Mückenschutzgeräte mussten in einem aufwändigen Praxistest zeigen, ob sie aggressive Mücken vertreiben können oder nicht. Bei Waschmitteln wird untersucht, ob sie nicht nur sauber, sondern rein waschen. Und Bier muss selbstverständlich auch schmecken.

Als drittes stellt ÖKO-TEST die Frage nach der Umweltverträglichkeit - und da kommt es immer wieder zu Überraschungen. Energiesparlampen, das zeigte sich im Oktober 2008, erzeugen nicht nur ein schlechtes, ungesundes Licht und Elektrosmog, sie sparen auch viel weniger Strom als die Hersteller versprechen, gehen viel schneller kaputt und belasten die Umwelt zusätzlich mit Quecksilber.

Wenn ÖKO-TEST auffordert, die schönen Seiten der Ökologie zu entdecken, dann geht es dabei zum Beispiel um Genuss beim Essen. Denn wer etwa einmal eine Bio-Tomate gegessen hat, weiß, dass Tomaten etwas anderes sein können als wässrige rote Kugeln aus Treibhäusern. Oder es geht um schicke Naturmode aus Wolle, Baumwolle und Seide - ohne Allergien auslösende Ausrüstungschemikalien oder krebsverdächtige Azo-Farben.

So Aufsehen erregend und beunruhigend die Tests wie der Nachweis von BSE-verdächtigem Risikomaterial in Leberwurst im Februar 2001 oft sind: Die eigentliche Botschaft des ÖKO-TEST-Magazin sind nicht die schlechten Nachrichten, sondern die guten. Denn jeder Test zeigt: Zu (fast) allen bedenklichen Produkten gibt es immer auch gesunde Alternativen. Mit diesem Wissen kann man unbesorgt einkaufen - und genießen.

So verwundert der Untertitel von ÖKO-TEST nicht, denn

wir testen, damit alle richtig gut leben



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